Dienstag, 27. März 2012

Garments - Crème de la crème des Vintage-Shoppings!


Vintage-Läden gibt es in Berlin viele, doch ein echtes Schmuckstück zu finden, ist gar nicht so leicht. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich beim Schlendern im Prenzlauer Berg das Garments entdeckt  habe, in dem es echte Schätze zu finden gibt. Neben klassischen Chanel-Ballerinas und schönen bordeauxfarbenen Aigner-Taschen, bietet das Sortiment auch bezaubernden Schmuck, schöne Kleider, sowie Pullover und Schuhe aller Art. Der kleine Shop lädt durch sein überschaubares, aber mit Liebe ausgewähltes Angebot zum Stöbern ein und bringt sicherlich das ein oder andere Lieblingsstück in den hauseigenen Kleiderschrank. In der Linienstraße in Mitte gibt’s den Shop nun auch, der neben Vintage-Einzelstücken auch Designermode im Angebot hat. 
 
 
 




 
Quelle: http://garments-vintage.de/garments.html

Donnerstag, 19. Januar 2012

Emma Watson - ein Glanz am Himmel


  
Manchmal lohnt es sich einfach, die selbst gesetzten Grenzen zu überschreiten. In diesem Fall tue ich das heute, obwohl die Masterarbeit noch nicht zu Ende ist. Aber Emma Watson hat es geschafft - sie hat es geschafft, dass ich sie JETZT gerne hier zeigen möchte, weil sie ganz bezaubernd aussieht. In den goldenen Zwanzigern wollten beinahe alle ein 'Glanz' sein und beinahe alle trugen einen Bubikopf, doch so charmant wie Emma waren dabei sicher nicht alle. Eine Naturschönheit in Spitze und Tüll - so etwas würde ich mir auch bei der aktuellen Berliner Fashion Week wünschen. Aber es ist wie es ist und gäbe es das Besondere zu oft, dann wäre es wohl sicher nicht mehr so besonders...

Sonntag, 14. August 2011

Manchmal, manchmal...

...muss man im Leben Entscheidungen treffen; an einem solchen Punkt befinde ich mich gerade, da ich feststellen musste: der Tag hat maximal 24 Stunden und diese sind bereits (zu) gut gefüllt. Der Abschluss meines Literaturstudiums steht nun unmittelbar bevor, 6 Jahre Studium neigen sich demnächst dem Ende zu, aber bevor es soweit ist, muss ich innerhalb eines halben Jahres eine Masterarbeit entstehen lassen, die den 6 Jahren (hoffentlich!) gerecht wird - das bedeutet allerdings: einen sehr großen Teil meiner zukünftigen Zeit werde ich in der Bibliothek verbringen, einen weiteren bei der Arbeit und dann gibt es ja noch das, was sich Freizeit nennt. Die Entscheidung bestand also darin, in manchen Bereichen etwas kürzer zu treten und das wiederum bedeutet nun, dass ich nicht mehr so viel Zeit für meine Leidenschaft - das Verfolgen von Blogs, der Recherche im Internet und dem Verweilen auf besonders schönen Seiten- aufbringen kann. Es wird also sicher zur Folge haben, dass auch meine eigenen Posts weniger werden, solange mich mein Abschluss derart beansprucht. Ich bin gespannt wie diese Zeit wird und vor allem auf das, was danach kommt... aber bis dahin heißt es erstmal fleißig sein, um abschließend ein gelungenes Werk in den Händen zu halten. Ich wünsche allen einen schönen Sonntag...A bientôt, Lea.



Freitag, 12. August 2011

Ein Blick nach Stockholm...

... mal wieder war ich neugierig, wie sich die schönen Schweden (und Schwedens Besucher) zur Fashion Week gekleidet haben. Ein paar schöne Bilder konnte ich bei Refinery finden, auf denen unter Anderem auch zwei hübsche deutsche Mädels vertreten sind. Jessie und Schnati Weiß wurden in Ihren herzallerliebsten Outfits abgelichtet und ich finde, dass sie beide ganz wunderbar aussehen. Besonders schön finde ich auch die schlichte, aber schöne Kombination in orange-weiß von Viola Bergström. Gut gelungen, ohne viel Schnick-Schnack!


Schnati und Jessie Weiß

Susie Bubble

Viola Bergström

Andy Torres

Quelle: http://www.refinery29.com

Dienstag, 9. August 2011

Schmuck von Marion Vidal!

Marion Vidal ist besonders für ihre Kugelketten bekannt, aber auch die anderen Modelle aus ihrer aktuellen Kollektion erheitern die Sinne. Die Designer hat Architektur in Paris und Mailand studiert und hegte bereits als Kind eine besondere Leidenschaft zu Materialien und Objekten, die sie nun in ihren Kollektionen zum Ausdruck bringt. Nachdem sie eine Zeit lang in Antwerpen lebte, um zu arbeiten, sich aber auch von einer anderen Umgebung inspirieren zu lassen, ist sie nun im schönen Paris sesshaft und tobt sich kreativ als Schmuckdesignerin, aber auch verstärkt als Modedesignerin für Marken wie Celine und Salviati aus.







Samstag, 6. August 2011

Die Frage nach dem Nerd in uns.

Der Unterschied ist so gering, dass man wirklich mehrmals hinschauen muss, um feststellen zu können, ob es sich bei seinem Gegenüber um einen echten Nerd im klassischen Sinne handelt, oder vielleicht doch viel eher um einen Berliner Mitte-Hipster, der seit den letzten Jahren vermehrt zu sehen ist. Um meinem Gedankengang folgen zu können, möchte ich die Situation kurz beschreiben. In Berlins Mitte sitzt eine große Bibliothek, die nicht mehr nur dem fleißigen Lernen dient, sondern scheinbar auch ein Aufenthaltsort für  junge trendige Menschen geworden ist, die sich gerne präsentieren und gesehen werden. Schade eigentlich, denn das Gebäude könnte an sich einfach so dienlich sein. Nähere Kritik möchte ich dazu aber nicht äußern, weil ich dort selbst viel zu oft und zu gerne bin.  Als ich heute gerade meine Pause machte, fiel mir eine Gruppe von drei jungen Männern auf, die dem Bild eines klassischen Nerds, das wir noch von früher kennen, in etwa eins zu eins entsprachen. Voller Bart, Seitenscheitel, blaue Jeans mit Bügelfalte, deren Bund oben zu hoch und unten zu tief saß, ein graues Flanellhemd darauf und als Abrundung des Ganzen: eine große Brille (Variationen: grau, schwarz, beige!). Unscheinbare Schuhe rundeten das ganze Outfit ab und ich musste tatsächlich einen Moment lang überlegen, ob ich drei Steve Urkels oder doch drei trendige Jungs aus dem Bezirk Mitte vor mir hatte. Nicht, dass es von großer Bedeutung wäre, sein Gegenüber in die Kategorie „trendy“ oder  „untrendy“ einordnen zu können – das möchte ich an dieser Stelle nochmal betonen- wir Menschen neigen aber dazu Kategorien zu bilden, durch deren Existenz wir uns einfach sicherer fühlen und in diesem besonderen Fall war es mir einfach eine unendliche Freude, die Berliner-Mitte-Mode zu untersuchen und vielleicht Zeuge davon zu werden, wie gering die Schwelle zwischen vermeintlich gutem und schlechtem Geschmack sein kann. In diesem Sinne also zurück zu meiner Männergruppe, die ich weiterhin begutachtete und meinen Blick nicht von ihnen nehmen konnte. Direkt fiel mir auf, dass sie alle sehr selbstbewusst und offen schienen, sodass sich, befänden wir uns in Gruppe eins, zumindest ein bekanntes Klischee der Schüchternheit und Unsicherheit nicht bestätigt hätte. Um dem ganzen jedoch auf die Schliche zu kommen, zähltenen kleinste Feinheiten: Dafür, dass die Kleiderwahl willkürlich und unbedacht hätte sein sollen, sahen sich alle eindeutig zu ähnlich. Weiter fiel mir eines ins Auge, das den anfänglichen Verdacht bestätigte, dass es sich bei diesen Jungs um echte Modejunkies handelte: an einer der Jeans konnte ich in großen Buchstaben COS erkennen – ein eindeutiges Indiz dafür, dass sein Träger sich bewusst und nicht aus Desinteresse für sein Outfit entschieden hat, denn wer kauft sich schon eine verhältnismäßig teure Hose, wenn ihm seine Kleiderwahl vollkommen egal ist? Bei dieser Erkenntnis musste ich schmunzeln, denn irgendwie waren sie doch komisch, die drei Jungs. Ein weiteres Beispiel für mich, dass es nicht ratsam ist, jedem Trend zu folgen und dass das, was vielleicht anfangs als individuell galt, nunmehr zu oft gesehen und deshalb vielleicht auch verspottet wurde. Und deshalb sahen sie auch witzig und nicht cool aus, weil sie es einfach viel zu sehr darauf angelegt haben… So ist das leider manchmal. Aber immerhin war meine Pause überaus amüsant.


Samstag, 30. Juli 2011

Bittesehr macht Ferien..!

In der nächsten Woche soll der Sommer zu uns zurückkehren und ich nutze diese Chance, um mich ein paar Tage von dem Berliner Großstadt-Getümmel zu verabschieden und den mecklenburgischen Seen einen Besuch abzustatten. Ohne Internet, dafür aber mit Büchern und Zeitschriften im Gepäck gehts los in die Kleinstadt, in der ich nichts zu tun gedenke als die Seele baumeln zu lassen und neue Energie zu tanken. Auch wenn ich es mir jetzt kaum vorstellen kann,Wollsocken und Tee gegen Bikini und Eis eintauschen zu können, bleibe ich optimistisch und wünsche allen eine schöne sommerliche Woche!


Sonntag, 24. Juli 2011

Die Sache mit den Rucksäcken!

In den 90ern waren sie der Hit: ich weiß noch, wie sehr ich mich über meinen ersten Mini-Rucksack gefreut habe, in den nicht mehr reinpasste als ein Schlüssel, das Portemonnaie und vielleicht noch der Walkman... aber ehrlich gesagt, was brauchte ich damals auch schon mehr? Irgendwann fing ich dann an, meine Leidenschaft für Taschen zu entdecken, die sich auch bis heute nicht bändigen ließ. Tendenziell wurden meine Taschen immer größer und ich schleppe jetzt beinahe einen kleinen Weekender mit mir rum- nach wie vor aber völlig überzeugt davon, dass alles, was mein Herzstück beinhaltet auch lebensnotwendig ist. Doch ich kann nicht leugnen, dass diese Art von Accessoire auch seine spürbaren Nachteile mitbringt, denn meine eine Schulter ist seit Jahren verspannter als die andere, ein Zusammenhang lässt sich da wohl kaum leugnen. Doch auch die schwedischen Fjäll Rävens, die für eine kurze Zeit zahlreiche Rücken eroberten, konnten mich kein bisschen davon überzeugen, dass ein Rucksack eine Alternative sein könnte.. Heute habe ich mal ein wenig gestöbert und tatsächlich drei Modelle gefunden, die mir gefallen. Nummer eins ist von Mimic Copenhagen, Nummer zwei von ZouZou Vintage und Nummer drei von asos. Schlecht sind sie alle nicht, wie ich finde. Aber eins habe ich dann doch immer auszusetzen, ganz egal wie ich es drehe und wende: sie sind eben keine Taschen...Was meint ihr?



Quelle: Frontline / ZouZou Vintage / asos

Donnerstag, 21. Juli 2011

LesMads - Shop!


Les Mads wächst und wächst und wächst und kann seit Neustem auch einen Shop zu seiner Familie zählen: Marken wie chloe, diane von furstenberg, dolce & gabbana, etro, jimmy choo, natürlich acne und zahlreiche andere hochwertige Vertreter sind über die Seite bestellbar und sollen scheinbar das Rundum-Sorglos-Paket garantieren: die Outfits, die wir in den Posts so oft sehen, können dann auf direktem Wege nachbestellt werden - mit ein Paar Klicks ist also alles im Kasten. Nun gut.

Schmuck von René Talmon l'Armée: bald auch in Berlin!

Der deutsche Schmuckdesigner René Talmon l'Armée ist bereits seit 10 Jahren in Paris und verkauft dort in seinem Studio in der Rue Cunin Gridaine, fernab vom Touristentrubel, seinen Schmuck. Auf Laufkundschaft und zufällige Besucher scheint er keinen allzu großen Wert zu legen, sonst hätte er sich sicher einen belebteren Ort gesucht, um seine Stücke unter die Leute zu bringen. Grobe und unebene Materialien bilden das Fundament seiner Kreationen, die mit Leder vom Hai und Stachelrochen, sowie Federn und oxidiertem Silber und Gold verziert sind. Ab September können sich alle Berliner freuen, denn Talmon l'Armée eröffnet einen eigenen Store in der Linienstraße 109. Ich freue mich, denn dann ist Berlin wieder um ein Talent reicher!







Quelle: Bilder: http://www.curieuxdetrucs.com

Montag, 18. Juli 2011

Die Blogger Bude von C'est Clairette

Die talentierte Claire von c'est clairette hat sich in ihrem jüngsten Kunstwerk mal wieder selbst übertroffen. Abgesehen davon, dass die junge Hamburgerin einen außergewöhnlich guten Schreibstil hat, scheint sie auch alle anderen kreativen Talente mitzubringen und es ist nicht das erste Mal, dass ich sie um ihre Originalität einfach beneiden muss. Aktuell hat sie eine typische Modeblogger-Bude inszeniert, die vor Klischees geradezu platzt und wahrscheinlich doch mehr Wahrheiten beinhaltet, als man eigentlich glauben möchte. Vom großen Schlapphut über Jeffrey Campbells und Acne-Tüte ist wirklich bis ins kleinste Detail alles vertreten, was wir auch im täglichen Leben (leider viel zu) oft zu Gesicht bekommen. Ich finde so viel Humor in Verbindung mit Kreativität besonders nennenswert und einfach erfrischend anders in der doch oft sehr einheitlichen Blogger-Landschaft. Daumen hoch, denn ich lächle immer noch!



Quelle: Les Mads / C'est Clairette

Sonntag, 17. Juli 2011

Berliner Label: dieter & thomas!

Das Berliner Taschenlabel dieter & thomas besteht aus den beiden Designerinnen Dorothee Brodrück und Karoline Lobeck, die sich entschieden haben, als Dieter & Thomas hochwertige Ledertaschen zu fertigen, die dank abgeformter Motive meist latent militant wirken und vermutlich alles sind, nur nicht besonders durchschnittlich. Jede Tasche ist ein Unikat und wird in sorgfältiger Handarbeit Stück für Stück vernäht. Eine Garantie für gute Qualität ist dadurch genauso gegeben wie die Möglichkeit, sich die Taschen nach persönlichem Geschmack zusammenzustellen. Fünf Modelle sind derzeit verfügbar, die mit unterschiedlichen Motiven und zehn verschiedenen Lederfarben kombiniert werden können. Wer also mal weg von den klassischen Taschenmodellen möchte - erhältlich sind die Stücke momentan in Berlin, Würzburg, Halle und natürlich auch online!








Freitag, 15. Juli 2011

Ein Hauch von Midsommar...

Als ich diese Bilder von Daniel Gurton entdeckt habe, musste ich irgendwie gleich an das schwedische Midsommar-Fest denken, bei dem sich die Frauen und Mädchen tradtionell die Haare mit Blumenkränzen schmücken, um die Sommersonnenwende und die "weißen Nächte" zu feiern. Zu schade eigentlich, dass wir das Fest nicht feiern und somit einen wunderbaren Anlass verpassen, um uns Blumenkränze zu basteln und den Sommer mal so richtig willkommen zu heißen!





Quelle: http://www.danielgurton.com/

Donnerstag, 14. Juli 2011

Sarah Jessica Parker in der amerikanischen Vogue!

Als Carrie Bradshaw steht sie als Vorbild für zahlreiche junge Frauen, ihr Gespür für Mode, ihr Leben in New York, ihre spannenden Beziehungen zu Männern, ihr aufregender Job und nicht zuletzt ihre drei besten Freundinnen bieten genug Raum für Illusionen, um zu schwelgen und von einem Leben à la Carrie zu träumen, dessen Schauplatz die Upper East Side wäre. Doch auch im wahren Leben scheint es Sarah Jessica Parker nicht schlecht getroffen zu haben. In der amerikanischen Vogue wird sie mit Ehemann Matthew Broderick, ihrem Sohn und den beiden Zwillingstöchetern gezeigt und beschreibt im Interview ihre Liebe zu ihrer Familie und ihrer Stadt New York. Auch wenn Parker den Vergleich mit Bradshaw ablehnt, wird sie für mich immer ein bisschen Carrie bleiben. Die Carrie, die so viele Abende durch ihre Geschichten gefüllt hat und die Carrie, die es geschafft hat, dass jeder dachte, ohne einen Mr. Big und Manolo Blahniks nicht mehr leben zu können.





Quelle: http://fashionista.com/

Dienstag, 12. Juli 2011

Eine Review über die Berliner Modewoche!

Als Kiki mich ins Soho-Haus zu einer Review der Fashion-Week eingeladen hat, war ich schon gespannt, wie sich dieser Abend wohl gestalten sollte. Enttäuscht wurde ich absolut nicht, im Gegenteil, Kiki von The Random Noise und Nike von This is Jane Wayne hatten ein wunderbares Programm vorbereitet, das einen kleinen Einblick in die Veranstaltungen der Fashion-Week bringen sollte, gleichzeitig aber auch ihre persönlichen Eindrücke abdeckte. Die gemütliche Bibliothek des Soho-Hauses war Schauplatz des Geschehens und sorgte dank großer weicher Sessel und schummrigen Lichts gleich für ein nettes Ambiente. Zunächst einmal wurden die Schauen und Messen vorgestellt, die Berlin in der letzten Woche in den Ort des Geschehens verwandelten. Besonders spannend fand ich ihre eigens zusammengestellten Stilrichtungen, in die sie die neusten Kollektionen der Designer einzuteilen versuchten. Dass die Damen wussten, wovon sie sprachen, wurde sehr schnell deutlich und machte den Beitrag besonders hörenswert. Abschließend wurde die Frage diskutiert, ob die Fashion-Week in Berlin mit ihren Konkurrenten in Mailand, New York und Paris mithalten kann: die Frage ließ sich nur schwer beantworten, denn „ja“ und „nein“ sind hier wohl treffend: einerseits lässt sich nicht bestreiten, dass die internationale Presse in der letzten Woche nicht auf Berlin, sondern viel eher auf die Haute-Couture-Schauen in Paris geschaut hat. Ebenfalls unbestreitbar ist, dass die großen Traditionsmarken wie Chanel, Givenchy, Dior, Gucci oder Louis Vuitton nicht aus Berlin stammen und dass wir kaum Vergleichbares im Angebot haben. Berlin ist eine junge Stadt und Traditionskonzerne lassen sich hier eher selten finden, Gelder und Budgets für Schauen à la Paris bleiben wohl auch in Zukunft noch in weiter Ferne. Die Antwort auf die Frage tendierte also ganz offensichtlich in Richtung „nein“. Aber eine weitere Frage, die sich aus dieser vermeintlichen Antwort ergibt, ist doch auch: Muss Berlin überhaupt mithalten können, oder wäre ein Vergleich dieser Art einfach unangemessen? Im Gegensatz zu seinen großen Geschwistern achtet Berlin auf einen sehr wesentlichen Aspekt während der  Modewoche:  auch Menschen unabhängig vom Beruf des Einkäufers oder des Journalisten sollen die Möglichkeit haben, in das Geschehen einbezogen zu werden, weswegen es auch zahlreiche „freie“ Events gab. Der pompöse Rubel, der für Paris und Co. bezeichnend ist, soll durch „echte Menschen“ ersetzt werden. Eine Idee, die sich auf das Stadtbild auswirkt und Berlin und die Modewoche zu dem macht, was es ist. Es ist jung, innovativ und irgendwie ein bisschen anders – genau so wie wir es lieben. Trotz fehlender großer Namen können die jungen Labels begeistern und durch ihre eigenen Kreationen punkten. Richtungsweisende neue Trends, die die Modewelt neu aufrollen, wird es hier wohl zunächst nicht geben, dafür ist Berlin unter diesen Umständen wohl noch nicht mutig genug. Aber schöne Designs lassen sich finden und vor Allem viel Leidenschaft und Ambitionen. "Ich spüre, dass sich in Deutschland etwas entwickelt, dass eine Generation von selbstbewussten, talentierten Modedesignern heranwächst", so Christiane Arp in einem Interview mit der Zeit. Das alles sollte zunächst genügen, um einer sehenswerten Fashion-Week gerecht zu werden. Auch Nike und Kiki waren sich einig, dass noch viel Potenzial in der Berliner Modewoche schlummert und dass sie es wert ist, in einem Atemzug mit den großen Schauen genannt zu werden.